|
|
| Skaterpark St. Wendel am Tag der Eröffnung, dem 21. Sept. 2003 |
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| St. Wendel wird zum Skater-Magnet |
 |
Bild links: "Hilfeee!" Keine Angst, dieser Skater wird im nächsten Moment nicht stürzen. Vielmehr zeigte er bei der Einweihung der Skateranlage, was für waghalsige Figuren und Manöver auf den verschiedenen Anlagen möglich sind.
Bild rechts: Solche Szenen gab es massenweise am vergangenen Sonntag im Wendelinuspark. Da staunte auch der saarländische Wirtschaftsminister. Hanspeter Georgi: "Ich wusste gar nicht, dass man auf diese Weise Radfahren kann." Und während der Minister noch staunt, fragt sich der Laie schon: Wie lange hält das wohl der Fahrrad-Reifen aus? Bilder: ATB
Tag der offenen Tür im Wendelinuspark: Skaterpark offiziell eingeweiht - Kosten rund eine Millionen Euro Von VOLKER PETER
St. Wendel. Rasant fährt der Junge die steile Rampe mit seinem Skateboard hinab. Ein kurzer Sprung, schon gleitet er elegant auf der Kante eines Quaders entlang. Applaus vieler tausend Zuschauer belohnt den jugendlichen Artisten für die gelungene Vorstellung. Kreuz und quer rasen, gleiten, skaten und radeln Kinder und Jugendliche auf der neuen St. Wendeler Skateranlage. Hier und da verhaken sich Skateboards, dann springen die Skater flink ab und einer muss sich erkennen, dass er seine Fähigkeiten an einer der Skater-Einbauten überschätzt hat und fällt hin. Auffällig ist bei der offiziellen Einweihung der St. Wendeler Skateranlage am vergangenen Sonntag, dass nur wenige tragen Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkprotektoren oder gar Helme. Niemand beachtet die Schilder, die das Tragen der Schutzkleidung vorschreiben. Nur Profis von außerhalb, die mit ihren waghalsigen Nummern verblüffen, schützen Arme und Beine.
Diese Szenen spielen sich ab, während die Offiziellen die neue Trendsportanlage ihrer Bestimmung übergeben. St. Wendels Bürgermeister Klaus Bouillon, Saar-Wirtschaftsminister Hanspeter Georgi und der Landrat des Kreises St. Wendel Franz Josef Schumann staunten nicht schlecht als Rad-Artisten und Inlineskater scheinbar die Gesetze der Physik außer Kraft setzen. "Ich wusste gar nicht, dass man auch so Rad fahren kann", sagt Minister Georgi angesichts der artistischen Vorführungen. Doch die Möglichkeiten dieser Trendsportarten begeistern den Wirtschaftsminister. "Hervorragend, was hier mit 1,4 Millionen Euro geschaffen wurde", fügt er hinzu.
70 Prozent dieses Betrages sind mit Landes- und EU-Mitteln gefördert worden. Zu den Beispielen für Wegweiser, denen man folgen müsse gehöre auch der Wendelinuspark. Eine der Erfolgstorys, die auch überregional für die gelungene Politik Peter Müllers stehe, so argumentiert der Wirtschaftsminister. Georgi: "Wenn wir so weitermachen und auch dem Beispiel Klaus Boullions folgen, dann müssen wir das Saarland in St. Saarland umbenennen." Es sei auch wichtig, ständig neben öffentlichen Investitionen auch private Investoren zu finden und zum Mitmachen zu bewegen. Landrat Schumann kann sich noch an Zeiten erinnern, als Klaus Bouillon für seine Visionen als Spinner bezeichnet worden war. "Klaus hat mit viel Enthusiasmus an der Sache gearbeitet", sagt er.
Angesichts so viel Lobes herrschte natürlich Genugtuung beim St. Wendeler Verwaltungschef : "Wenn man den Wendelinuspark 2003 betrachtet, ist es kaum vorstellbar, wie das Gelände vor fünf Jahren aussah", erzählt er. Damals hätten an der gleichen Stelle noch Panzer und 1500 Soldaten ihrend Dienst verrichtet. Nun entstehe hier einer der schönsten Freizeitparks des südwestdeutschen Raumes. In drei Monaten sei der große 27-Loch-Golfplatz fertig, alle Schüler aus Stadt- und Kreis St. Wendel hätten dann die Möglichkeit, in St. Wendel kostenlos Golf zu lernen. Dazu hätten in St. Wendel nun Touristen und Einheimische die Möglicheit, die neue Skateranlage zu nutzen. Darüber hinaus sei die Anlage für sportliche Wettbewerbe bis hin zu Weltcup-Veranstaltungen geeignet. Und tatsächlich: Bauart und Ausstattung wurden so gewählt, dass sich die Anlage qualitativ hervorhebt und zur Austragung internationaler Wettbewerbe eignet.
Auf dem Platz sind Elemente wie Funbox, Curbbox, Snakerun, Quaterpipe, Miniramps, Bowl, Highramps, Kombibox aufgebaut - alles Geräte um das Skaten so richtig artistisch und schwierig zu machen. Diese und das Hockeyfeld machen die Anlage zum Paradies für Trendsportler. Der Skatepark liegt zentral und ist von der Bundesstraße B 269 direkt erreichbar. Ein bereits vorhandenes, etwa 300 Meter langen Speedskating-Oval rahmt die Anlage ein, der Freizeitrundweg streift die Anlage. Gemeinsam mit Naturtribünen und Kletter- sowie Trialhügel ergibt sich ein echter Stadion-Charakter, geradezu wie geschaffen für überregionale Veranstaltungen.
Presseartikel der Saarbrücker Zeitung vom 22.09.03
|
|
|
|
|
|
|